Ralf Essigke hat keine Angst vor der digitalen Zukunft. Als Personalentwickler von IBM kennt er kognitive Systeme und intelligente Maschinen aus erster Hand – und weiß, dass sie besonders im HR-Bereich sehr gut unterstützen können.

Wie sind Sie in den HR-Bereich gekommen?
Nach dem VWL Studium habe ich bei IBM als IT Trainer begonnen. Nach dem Wechsel in den Consultingbereich des Unternehmens und der Arbeit als Projektleiter für Schulungsprojekte bin ich dann vor elf Jahren in den HR Bereich gewechselt. Seitdem habe ich verschiedene Tätigkeiten im Personalumfeld ausgefüllt vom Trainer über Learning Partner bis hin zum Workforce Partner/Personalentwickler.

Warum macht Ihnen der Job heute immer noch Spaß?
Erstens ist der Job extrem abwechslungsreich und zweitens ist der Personalbereich bei IBM ein Bereich, der sehr nah an den neusten technischen Entwicklungen ist. Wir haben als einer der ersten Bereiche kognitive Systeme im Einsatz und sind erstaunt, wie gut diese sich in die Abläufe integrieren lassen.

An was arbeitet Ihre HR gerade?
Wir versuchen, kognitive Systeme verstärkt in HR Prozesse zu integrieren, egal ob im Recruiting, bei Skillanalysen oder für sonstige Analysesysteme. Damit wollen wir zum einen Aufgaben noch weiter automatisieren, zum anderen aber auch noch passendere Angebote für unsere Mitarbeiter schaffen, die optimal zum Kenntnis- und Erfahrungsstand des Einzelnen passen.

Auf was sind Sie in Ihrem Job richtig stolz? Was ist Ihnen optimal gelungen?
Auf unser ausgezeichnetes Talent- und Bildungswesen (ausgezeichnet 2015 mit dem deutschen Bildungspreis). Mit der Integration verschiedenster Systeme haben wir es geschafft, für die Mitarbeiter ein Framework zu schaffen, in dem sie sich optimal weiterbilden und fortentwickeln können. Ich bin überzeugt, dass unser Ansatz der Employability nur funktioniert, wenn ich dann als Unternehmen auch exzellente Bildungsangebote machen kann.

An welcher Stelle sind Sie schon einmal grandios gescheitert?
Mit einer überstürzten Einführung eines Skillentwicklungstools. Durch den geringen Reifegrad wurde bei den Mitarbeitern keine Akzeptanz erreicht und die Nutzung war sehr gering.

Was haben Sie daraus gelernt?
Dass es sehr wichtig ist, für solche Projekte eine bessere Einführungsstrategie zu entwickeln.

Welche Zukunftsentwicklung macht Ihnen eher Angst?
Keine. Ich bin da sehr entspannt, weil ich es faszinierend finde, was technisch alles möglich ist und da bei IBM natürlich auch täglich tolle Beispiele sehe.

Was würden Sie in Ihrem Unternehmen oder im Business generell sofort verändern, wenn Sie es könnten?
Eine Verstärkung der Kommunikation bei gleichzeitiger Reduktion des Kommunikationsoverflows. Gelingen sollte dies durch eine zielgruppenindividualisierte Kommunikation, die durch kognitive Systeme unterstützt würde.

Letzte Frage: Welchen Tipp würden Sie „Jung-Personalern“ mit auf den Berufsweg geben?
Breit aufstellen, sich nicht nur auf einen HR Bereich fokussieren, alle 2-3 Jahre die Tätigkeit wechseln und die neuen Innovationen genau betrachten, um sie optimal in das Unternehmen zu integrieren.

Vielen Dank für das Interview!

 

Über IBM: IBM ist einer der weltweit größten Anbieter von Informationstechnologie (Hardware, Software und Services) und B2B-Lösungen. Das Unternehmen beschäftigt rund 380.000 Mitarbeiter und ist in über 175 Ländern aktiv. IBM und Partner bieten den Kunden eine komplette Produktpalette an innovativer Informationstechnologie an: von der Hardware und Software über Dienstleistungen inklusive Beratungsleistungen und komplexen Anwendungslösungen bis hin zu Outsourcingprojekten und Weiterbildungsangeboten sowie Finanzierungskonzepten. Mit fortschrittlichen Lösungen bereitet IBM ihre Kunden auf künftige Herausforderungen und sich schnell verändernde Marktanforderungen vor.
Mit hohen Investitionen in die Ausbildung der Mitarbeiter und in die Forschung will IBM auch weiterhin Schrittmacher in der Entwicklung neuer Technologien und Lösungen bleiben.
Das Lösungsportfolio reicht vom Supercomputer und Software über Dienstleistungen inklusive Beratungsleistungen bis zur Finanzierung.